Was macht ein Chiropraktiker?

Chiropraktik – gezielte und sanfte Therapie bei Rückenschmerzen

Mehr als zwei Drittel der Deutschen leiden unter Rückenschmerzen, die häufig an der Lendenwirbelsäule und am Nackenbereich auftreten. Die Beschwerden führen oft zur Arbeitsunfähigkeit und können die Lebensqualität teilweise erheblich einschränken. In den meisten Fällen werden die Probleme durch Blockaden oder eine Fehlstellung der Wirbelkörper ausgelöst, die als Subluxationen bezeichnet werden. Diese Störungen des Nervensystems können auch für Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme oder Schmerzen von der Hüfte bis zu den Füßen verantwortlich sein.

Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Die Ursachen für Rückenschmerzen sind vielfältig. Unter anderem kann Bewegungsmangel dazu führen, aber ebenso Stress, ein Unfall oder gewisse Fehlhaltungen. Auch auf langes Sitzen durch eine Bürotätigkeit reagiert das Kreuz empfindlich und macht sich mit muskulären Verspannungen bemerkbar. Die Schmerzen können sogar einen chronischen Verlauf nehmen und sollten daher unbedingt als ein Warnsignal des Körpers beachtet werden.
Viele Betroffene greifen hingegen auf Schmerzmittel zurück, doch diese helfen nur kurzfristig, anstatt die Ursache zu bekämpfen.
Einen anderen Ansatz verfolgt die chiropraktische Therapie und bietet damit eine dauerhafte, langfristige Lösung. Diese Behandlungsmethode zählt zur manuellen Therapie und kommt ohne Medikamente oder operative Eingriffe aus. Ziel ist es, die Beweglichkeit wiederherzustellen, indem Blockaden, Fehlstellungen oder Verspannungen gelöst werden. Die Anwendung findet an Gelenken, vor allem an der Wirbelsäule, aber auch an Muskeln, Bändern oder Sehnen statt.

Chiropraktik als ganzheitliche Therapie

Als erstes erfolgt zwischen dem Chiropraktiker und dem Patienten ein ausführliches Gespräch zur Krankheitsgeschichte und eine umfassende Untersuchung, um eventuelle Vorerkrankungen oder Entzündungen auszuschließen.
Anschließend lokalisiert der Therapeut die betreffenden Stellen und übt mit gezielten Griffen in eine bestimmte Richtung manuellen Druck auf die Gelenke der Wirbelsäule aus, um sie wieder in die richtige Position zu bringen.
Dieser Vorgang wird als Justierung bezeichnet. Es kann dabei zwar zu dem typischen “Knacken” durch platzende Gasbläschen kommen, doch die sanfte Methode hat nichts mit ruckartigem “Einrenken” zu tun.
Mit den schonenden Handgriffen des Chiropraktikers wird der Körper wieder in die richtige Bahn gelenkt und kann seine Selbstheilungskräfte aktivieren.
Diese natürliche Heilmethode ermöglicht primär eine wirksame Behandlung von Rücken- und Nackenschmerzen sowie normalen Verspannungen. Zudem kann die Therapie auch bei ganz anderen gesundheitlichen Problemen helfen, wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Schwindel oder sogar Tinitus. Viele dieser Beschwerden stehen in Zusammenhang mit den Gelenkblockaden im Bereich des Rückens, was jedoch leider oftmals in der Allgemeinmedizin so nicht erkannt wird.

Ebenso hilfreich ist diese Therapie bei Entwicklungsstörungen oder Haltungsproblemen von Kindern, um Spätfolgen durch angeborene Fehlstellungen frühzeitig zu verhindern oder zu verbessern.
In der Regel sind für eine erfolgreiche Behandlung mehrere Sitzungen nötig, da die Störungen bereits über einen längeren Zeitraum bestehen, bis sich die Schmerzen bemerkbar machen. Deshalb ist vor allem zu Beginn der Behandlung eine regelmäßige Therapie notwendig, die in kurzen Abständen erfolgt, um eine dauerhafte Korrektur der Beschwerden zu gewährleisten.
Fachmännisch und professionell ausgeführt, hilft sie ohne Nebenwirkungen und ist damit für jedes Alter geeignet. Sie ist für Neugeborene ebenso effektiv wie für ältere Menschen und auch für Schwangere.

Rückenschmerzen heilen mit Chiropraktik

Mit heilenden Händen gegen Rückenschmerzen

Übersetzt man das Wort „Chiropraktik“, bedeutet es „mit der Hand behandeln“. Es ist eine ganzheitliche Methode, die davon ausgeht, dass der menschliche Körper die Fähigkeit besitzt, sich selbst zu heilen, wenn man ihn in sein Gleichgewicht bringen kann. Demzufolge behandelt ein Chiropraktiker nicht nur Probleme an Gelenken und Muskeln, sondern auch deren Auswirkungen. Diese können von einfachen Kopfschmerzen bis hin zu langwierigen Verdauungsproblemen reichen.
Schmerzen und Bewegungseinschränkungen entstehen nicht nur durch Stürze oder Unfälle. Auch eine falsche Körperhaltung oder unbemerkte Gelenkfehlstellungen können Auslöser sein. Erst wenn der Körper Fehlfunktionen nicht mehr selbst ausgleichen kann, kommt es – manchmal sogar ohne einen ersichtlichen Grund – zu teilweise heftigen Schmerzen.
Falsches Heben, unvorsichtige und plötzliche Bewegungen oder auch eine falsche, unbequeme Haltung beim Schlafen können dafür sorgen, dass die Schmerzgrenze dann manchmal weit überschritten wird.
Der Therapeut kennt nun genau das Zusammenspiel von Skelett, Muskeln und Nervensystem und kann daher mit gezielten Griffen falsch ausgerichtete Wirbel und Gelenkfehlstellungen ertasten und korrigieren, um die Schmerzen zu beseitigen.

Bei welchen Beschwerden ist eine Behandlung durch Chiropraktik möglich?

In vielen Fällen ist ein Beckenschiefstand Ursache für Rückenschmerzen. Schuld ist meist eine funktionelle Beinlängenverkürzung. Neben Schmerzen in der Lendenwirbelsäule treten dann auch noch weitere Beschwerden wie Migräne oder Knieprobleme auf.
Zudem können Blockaden im Iliosakralgelenk auftreten, welche Muskelkontraktionen oder Muskeldehnungen verursachen. Die Statik der Rückenmuskulatur ist dann nicht mehr harmonisch. Auch die einzelnen Wirbelkörper der Wirbelsäule können Fehlstellungen aufweisen.
Am häufigsten jedoch treten Bandscheibenvorfälle auf, vor allem im Bereich den Lenden- und Halswirbelsäule. Am meisten betroffen ist in der Regel die Bandscheibe zwischen L4 und L5.

Falsche Belastungen über einen längeren Zeitraum sowie eine zu schwache Rücken- und Tiefenmuskulatur sind die häufigsten Ursachen für so einen Vorfall.
Des Weiteren kommt es bei Patienten zu schmerzhaft Muskelverspannungen oder Muskelzerrungen, bekannt als Hexenschuss. Dies kann sich auch ungünstig auf benachbarte Sehnen, Gelenke und Nerven auswirken.

Manuelle Techniken gegen Rückenschmerzen

Verschiedene Techniken der chiropraktischen Therapie sollen daher helfen, die Selbstheilungskräfte anzuregen. Es werden nicht nur auftretende Symptome behandelt. Eine gezielte Suche nach den Ursachen von Rückenschmerzen führt zu einer nachhaltigen Besserung der Beschwerden.

Die Techniken

  • Bei der manuellen Justierung wird das blockierte Gelenk in eine Art Vorspannung gebracht und unter leichtem Druck mit einem schnellen Impuls über seine aktuelle Beweglichkeit hinaus bewegt. Dabei werden die anatomischen Grenzen nicht überschritten. Meist ist dies mit einem hörbaren Knacken verbunden, welches auf das Platzen von kleinen Gasbläschen im Gelenkspalt zurückzuführen ist.
  • Um eine Entlastung oder Verminderung von Druck zu erreichen, werden Gelenke mit leichtem Zug auseinandergezogen. Neben einer Schmerzlinderung verbessert sich durch die Dehnung der beteiligten Bänder auch die Beweglichkeit.
  • Die Bewegung von Gelenkteilen parallel gegeneinander, auch translatorisches Gleiten genannt, sorgt für Gelenkspiel und mehr Beweglichkeit.
  • Dehn- und Entspannungstechniken helfen der Muskulatur, sich dem neu gewonnenen Gelenkspiel anzupassen.
  • Reflextherapie wirkt auf das zentrale Nervensystem und beeinflusst Schmerzwahrnehmung und Muskelspannung.

Da bei all dem kein Einrenken stattfindet, kommt es auch zu keiner Überdehnung des Bandapparates durch den professionellen Berliner Chiropraktiker.
Bei Bedarf können die Behandlung von Triggerpunkten oder spezielle Massagen chiropraktische Maßnahmen gut ergänzen.